Archiv des Autors: Heiderose Manthey

kid – eke – pas zwingt wieder einen Vater in den Selbstmord

Wie viele noch ?

Die Herzlosigkeit des Partners, die Handhabung in den Gerichten, die Schamlosigkeit

2020-01-20

Wieder ging ein Vater in den Selbstmord, weil er es nicht mehr aushalten konnte, von seinen Kindern getrennt zu sein. Foto: Heiderose Manthey.

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Keltern-Weiler. ARCHE wurde über die Selbsthilfegruppe „Väter ohne Rechte“ wieder auf einen Vaterselbstmord aufmerksam gemacht. Der 51jährige Vater hinterlässt 5 Kinder.

Dieses Schicksal ist kein Einzelschicksal. Der Vater, nennen wir ihn „Eddie’s Bruder“ nach dem Vater mit dem Pseudonym Eddie, der ebenfalls Selbstmord beging, weiß von der Dramatik der Trennungs- und Scheidungsfälle. In seinem Abschiedsbrief wendet er sich an die Presse, um darauf hinzuweisen, dass es Gefahren gibt, die blitzartig und vernichtend über ungeschützte Väter hereinbrechen und sie aus ihrer Bodenhaftung herauszureißen imstande sind.

Heiderose Manthey, Leiterin der ARCHE, kennt genügend Suizid-Fälle, die in Verbindung mit Trennung und Scheidung einhergehen. Ausschlaggebend ist meist der drohende Verlust der geliebten Kinder, für die die Väter Fürsorge im Herzen tragen und deren Aufgabe es ist, ihre Kinder zu schützen. Auch Menschen, die Manthey persönlich kannte, nahmen diesen Weg, um den sie erdrückenden Realitiäten zu entkommen, die im Trennungs- und Scheidungsfall von Seiten des Partners, des Jugendamtes, der Justiz und Polizei geschaffen werden können. Manch einem bleibt keine Luft mehr zum Atmen.

Vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe klärt Manthey Passanten über die drohenden Gefahren von Kontaktabbruch zu den Kindern auf: „Mütter und Väter stehen kurz vor dem Suizid, weil sie es nicht mehr aushalten, von ihren Kindern getrennt zu sein !“ Sehen Sie hierzu den Film Gekreuzigte Väter.

Was geschah aber im vorliegenden Fall ?

Die Arbeitgeberin des Vaters nahm auf Anfrage eines Väterverbandes Kontakt mit ARCHEVIVA auf. Sie kannte den Vater über mehrere Jahre. Da der Betrieb ein kleiner Familienbetrieb war, hatte man auch privaten Kontakt. Den Vater beschreibt sie …

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Schwere Entwürdigungen im Leitbild der Gemeinde Keltern

Dunkle Wolken am Horizont: Projekt Gemeinde-Leitbild: „KELTERN – eine Gemeinde auf der Höhe der Zeit“ ?

Verantwortliche aus dem Rathaus und Gruppenführer schweigen zu ungeklärten Vorgängen, auch Bürgermeister Bochinger

2020-01-15

Von links: Bürgermeister Steffen Bochinger, Prof. Rudolf Jourdan, Karla Arp sind verantwortlich für das Leitbild. Foto: Heiderose Manthey.

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Keltern-Weiler. Am 22. Oktober 2018 fand die Vorstellung der Grundidee eines Leitbildes für die Gemeinde Keltern in der Mehrzweckhalle in Weiler statt. Bürgermeister Steffen Bochinger eröffnete den Abend. ARCHEVIVA berichtete: „
Leitbild für Keltern: Bochinger will Leitplanken ! Mäßige Beteiligung für die Zukunft von Weiler und Angst der Anwesenden, an die Wand gefahren zu werden – Thema Natur: Boden, Luft, Wasser hat Vorrang.“

Leitbildprozess angeblich demokratisch angesetzt

Prof. Rudolf Jourdan war von der Gemeinde engagiert, den Leitbildprozess an mehreren Abenden mit freiwilligen Teilnehmern durchzuführen. Das Konzept dafür hatte er in der Tasche. Erläutert wurde das Vorgehen mit festgeschriebenem Zeitplan, organisatorische Fragen wurden in den Raum gestellt, die Bürgerschaft zum „Mitmachen“ aufgefordert.

In allen Ortsteilen hatten die Einwohnerversammlungen im Zeitraum vom 10. bis 22. Oktober 2018 stattgefunden. Für den Großteil der Teilnehmer fand über die Monate November 2018 bis Februar 2019 sieben Abendtermine statt. Die Verteilung der Protokolle lag in den Händen von Hauptamtsleiterin Karla Arp. Sie war Ansprechpartnerin der Gemeinde.

Die in den sechs Gruppen von Kelterner Bürgern herausgearbeiteten Punkte sollten nach dem Plenum und der Gruppenarbeit in die Hände der Gruppenführer übergeben werden. Dort wurden die Ergebnisse gesammelt und zum „Endprodukt“ Leitbild formuliert.

Der Gemeinderatsbeschluss vom 22.10.2019 wurde von Bürgermeister Steffen Bochinger und von den Fraktionssprecher des Gemeinderates namens Michael Trägner (FWG), Manfred Dengler (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Susanne Nittel (SPD) und Karin Becker (CDU) unterzeichnet …

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Journalistin Sabine Menkens fällt durch positive Berichte auf

kid – eke – pas erhält immer mehr Aufmerksamkeit in der Mainstream-Presse

Menkens ist Wegbereiterin und leuchtendes Beispiel !

2020-01-13

Als Empfehlungen werden positive Berichte bewertet, die das Problem der Entelterung der Kinder tiefgründig beschreiben und auf eine Lösung zustreben. Foto: Heiderose Manthey.

Berlin. In „WELT“ erschien unter der Rubrik Bindungsforschung der interessante Artikel „Dann folgt die Trennung – und eine neue Beziehung mit gleicher Erwartung“, v | Lesedauer: 7 Minuten. Polit-Redakteurin Sabine Menkens ist die Autorin.

Menkens fällt mehr und mehr durch ihre positive Berichterstattung hinsichtlich einer Gesamtsituation erfassenden und lösungsorientierten Ausrichtung ihrer Artikel auf. Sie beschäftigt sich mit der Lebenssituation von Trennungs- und Scheidungskindern, deren Umfeld, Ursachen, Ausblicke. ARCHEVIVA empfiehlt diese Artikel gerne. Zu finden auf WELT.

Lesen Sie ganz aktuell: „‚Wenn Eltern selbst nicht genug liebende Bestätigung erfahren haben, dann können sie auch nicht gut Liebe geben‚, sagt Psychotherapeut Hans-Joachim Maaz“

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Lesen Sie auch über Prof. Dr. Gordon Neufeld: “Wenn Sie das Kind nicht ändern können, versuchen Sie die Welt des Kindes zu ändern.”


 
Zurück zur Bindung an unsere Kinder !“ – Prof. Dr. Gordon Neufeld im Interview mit Heiderose Manthey

 
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Mediathek des WDR:

Inobhutnahme: Werden Kinder zu früh aus Familien genommen?

Westpol 12.01.2020 UT DGS Verfügbar bis 12.01.2021 WDR

Aufruf zum Thema „Pflegekinder“: Von Kindesentzug frisch Betroffene bitte melden !

Ein Journalist sucht kid – eke – pas – Eltern bzw. Elternteile für eine aufklärende Reportage

Wie werden Pflegekinder gemacht ? Woher kommen sie, wohin werden sie gebracht ?

2020-01-10

Aufruf an kid – eke – pas – betroffene Elternteile oder Eltern. Pflegekinder: Woher kommen sie ? Wohin werden sie gebracht ? Foto: Heiderose Manthey.

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Hamburg/Keltern-Weiler. Zunehmend berichten Main-Stream- Medien über unzureichende Ausbildung von Jugendamtsmitarbeitern. Missbrauchsfälle werden aufgedeckt. Die Bundestagsabgeordneten werden hellhörig im Hinblick auf die Unzulänglichkeit der bisher etablierten Nach-Ehe-Modelle für die Trennungs- und Scheidungskinder. Die unzureichende Ausbildung der (Familien-) Richter wird im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz deutlich von sieben Experten aus Justiz und einem Experten der Selbsthilfegruppen moniert. Der Regierung von Seiten der GRÜNEN Untätigkeit vorgeworfen.

Die Auswirkungen von jahrelangen Elternprotesten über ungerechtfertigten Kindesentzug und Kindesmissbrauch blieben nicht ungehört. Obwohl die Maschinerie der schnellen Hilfe viel zu langsam in die Gänge kommt und in vielen Fällen gar nicht greift, gibt es dennoch Lichtblicke: Sowohl Bundestagsabgeordnete als auch die Presse wenden sich zunehmend an Selbsthilfegruppen, -vereine und -verbände, die sich intensiv mit den Themen des Kinderraubs, der Eltern-Kind-Entfremdung und des Parental Alienation Syndromes (PAS) beschäftigen und versuchen dringend notwendige Hilfe den frisch Betroffenen und Suizid-Gefährdeten zukommen zu lassen.

Bei ARCHEVIVA meldete sich nun ein Reporter, der eine ausgiebige Recherche zu „Pflegekindern“ betreiben möchte und worüber er einen ausgewogenen Bericht erstellen will. Dafür ist ein halbes Jahr angesetzt. Geschrieben hat der Journalist bisher für das Magazin der Süddeutschen Zeitung, GEO, Stern, SPIEGEL online und F.A.S. , dort vor allem Porträts und Reportagen, oft über soziale Themen.

Fragen rund um Pflegekinder: Woher kommen sie ?

Wörtlich schreibt der Reporter: „Rund 80.000 Pflegekinder leben in Deutschland, eigentlich ein Massenphänomen – doch in Wahrheit wissen wenige Menschen Bescheid. Wer bekommt eigentlich ein Kind ? Wer prüft das ? Welche Kinder kommen in Frage ? Wie werden die leiblichen Eltern eingebunden ? Wer entscheidet, wann ein Kind in eine neue Familie kommt, und warum, und auf welcher Grundlage ?“

Ziel des Journalisten ist Transparenz herzustellen, um damit auch Missbrauchsfällen vorzubeugen. Für das Thema „Pflegekinder, Pflegeeltern, leibliche Eltern“ möchte er Eltern, Kinder, Fachkräfte, Psychologen und Wissenschaftler einbinden. Ein großer Report soll entstehen, der das Thema  von vielen Seiten beleuchtet.

Wer an der Aufklärungskampagne mitmachen möchte

Schreibt bitte eine Mail mit Euren Kontaktdaten und der Erlaubnis, dass ARCHE Eure Kontaktdaten weiterleiten darf, an archezeit[ät]gmx.de. Reicht dazu einen Kurzbericht über den Kindesentzug/Kinderraub und über Eure derzeitige Lage in wenigen Sätzen mit ein und HALTET DURCH !!!

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Lesen Sie hierzu auch die Zahl der jährlichen Inobhutnahmen und den Artikel So langsam wird es für die MERKEL-Regierung eng ! Zu den Schlechtleistungen von Jugendamt und Familienrecht gezielte Anfragen von AfD und FDP

So langsam wird es für die MERKEL-Regierung eng !

ROTE FLECKEN

ARCHE schießt Diffamierung zurück

POLITISCHE VERLEUMDUNGEN der ARCHE werden zur Anzeige gebracht und strafrechtlich verfolgt !

2020-01-07

Rote Flecken. Flecken jedweder Couleur werden zur Anzeige gebracht ! Foto: Heiderose Manthey.

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Keltern-Weiler. Nun ist ja ARCHE aufgrund Ihres Einsatzes gegen Menschenrechtsverbrechen schon einiges an Gegenwind gewohnt. Besonders die in deutschen Ämtern und Hilfsorganisationen Etablierten und an dem Leid der Kinder Verdienenden blasen oft aus vollster Kraft ihren eiskalten, spitzen und klirrend abstechenden Atem den Mitwirkenden der ARCHE mitten ins Gesicht.

„Da braucht man Standvermögen und Durchhaltekraft. Manches muss man einfach nur verwundet durchstehen, gegen andere aktiv mit Anzeigen oder öffentlichen Gegendarstellungen entgegen treten. Auch selbst Betroffene wissen oftmals nicht, wohin sie ihre Wut, ihre Ohnmacht, Zorn und Hass abladen sollen. Dies kriegen wir dann auch noch ab.“, so Heiderose Manthey, Leiterin der ARCHE.

Aber das Ziel der ARCHE ist klar: Überwinden von kid – eke – pas !

Zu den hinterhältigsten Angriffen, die auf die Vernichtung der ARCHE gerichtet sind, sind feige politische Angriffe, wie z.B. die der „RECHTSRADIKALEN“ LINKEN !

Am 08. Oktober 2018 entdeckte Heiderose Manthey ein Schmähschreiben in „Druckschrift Karlsruhe“ mit der Überschrift ‚Braune Flecken‘. Hier wurden die Friedens-Aktionen, die ARCHE mit dem ins Leben Rufen der KARLSRUHER FRIEDENS-PROKLAMATION etabliert hatte, schwer diffamiert, verhöhnt und verspottet. Die „Druckschrift Karlsruhe“ versucht ARCHE politisch zu diffamieren.

Dagegen setzte sich die Leiterin der ARCHE als Gründerin und Verantwortliche des Bürgerschaftlichen Engagements ARCHE mit Sitz in Keltern-Weiler und dem ARCHE e.V. mit Sitz in Waldbronn zur Wehr.

Widerspruch gegen die Druckschrift

Von: ARCHEVIVA [mailto:archezeit@gmx.de]
Gesendet: Montag, 8. Oktober 2018 01:11
An: ‚druckschrift braune flecken‘
Betreff: Widerspruch

druckschrift-ka.de/braune-flecken/ Ausgabe 14 – Frühjahr 2018 

Hiermit widerspreche ich öffentlich dem Inhalt Ihrer Veröffentlichung.

Heiderose Manthey hat am 19. Mai 2014 die KARLSRUHER FRIEDENS-PROKLAMATIONEN auf dem Platz der Grundrechte ausgerufen. Mit den nachfolgenden falschen Interpretationen Ihrerseits habe ich nichts zu tun.  Entfernen Sie diese gezielte falsche Darstellung !

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Jegliche Form von Diffamierung wird sofort zur Anzeige gebracht und strafrechtlich verfolgt.

ARCHE wird in Kelterner Facebook-Gruppe diskriminiert

Kein Schutz durch die Verantwortlichen: Die Aggressiven behalten wieder einmal die Oberhand

Admin der Gruppe löst das Problem mit Löschen der rechtschaffenen Posts

2020-01-06

Diese drei Artikel hatte Heiderose Manthey in einer privat betriebenen Facebook-Gruppe, deren Mitglied sie ist, für Bürger aus Keltern eingestellt: Zwei Posts wurden gelöscht. Verantwortliche hatten kein Standvermögen gegen die Diskriminierung der Artikel durch ihre eigenen Mitglieder vorzugehen. Foto: Heiderose Manthey.

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Keltern-Weiler. Wieder einmal hat die Zensur in Keltern zugeschlagen. Und wie immer werden die angeblich „Kleinen“ weggeschossen, weil man sich den „Größeren und Aggressiveren“ nicht stellen will. Das darf und kann nicht sein.

Was ist geschehen ?

In der Neujahrsnacht erlebte Heiderose Manthey den Brand einer Scheune samt Wohnhaus und Schopf in der nahegelegenen Straße ihres Wohnhauses. Sie machte bereits kurze Zeit nach der Brandsichtung gegen 01:45 die ersten Fotos von der unkontrollierten und rasch um sich greifenden Feuersbrunst. Die Fotos wurden bearbeitet, der erste Text veröffentlicht und die Bilder zur Honorar freien Übernahme an die Pforzheimer Zeitung und an den Pforzheimer Kurier geschickt. Es war Not am Mann !

Lesen Sie hier, wie sich sogar in Notsituationen gekränkte Eitelkeiten und Aggressivität behaupten.

Kommentar zur Süddeutschen: „Inobhutnahmen: Fehler im System ?“

Hilfe suchende Alleinerziehende werden von ihren Kindern getrennt

Stoppt diesen Trend !

2020-01-04

Ulrich Gerhard zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 01.01.2020.  Foto: Heiderose Manthey.

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Keltern-Weiler. Zum Kommentar von Edeltraud Rattenhuber in der Süddeutschen Zeitung „Kindeswohl: Eine Inobhutnahme darf kein zufälliges Schicksal sein“
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« Inobhutnahmen: Fehler im System »

Schweizer Aktivist und Justizkritiker: Gerhard Ulrich. Foto: Volker Hoffmann.

Geehrte Frau RATTENHUBER,

untenstehend sende ich Ihnen meine Stellungnahme zu Ihrem Schlusswort:

«Im Internet ist schon von „Kinderklau“ und staatlicher Alimentierung von Heimen die Rede. Verschwörungstheoretiker haben hier leichtes Spiel. Um Vertrauen wiederherzustellen, ist eine echte Reform dringend nötig.»

Seit 20 Jahren beobachte ich das Justizdesaster in Europa. Die konsequenten Rechtsuchenden aus allen europäischen Ländern landen schließlich entweder beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte oder beim Hochkommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen. Und eben da klemmt es: Keine internationale Instanz setzt die Menschenrechte durch. Die lokalen Justiztyranneien haben freie Hand.

Die Opfer der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden (bei uns die verbrüllte KESB) sind die wichtigste Kategorie der Justizopfer. In Frankreich blüht die Ausbeutung von bevormundeten Senioren, und Deutschland ist Spitze in Sachen Kindeswegnahmen. Allerdings sieht es hier in der Schweiz und in unseren anderen Nachbarländern diesbezüglich auch nicht viel besser aus.

Mit einer Reform kann man dem Übel m.E. nicht beikommen, denn das Justizsystem ist unheilbar degeneriert und nicht reformierbar. Es braucht eine Kontrolle von außen her, z.B. durch Bürgerjurys im Zivildienst, welche das ineffiziente, teure und langsame Vierstufensystem ersetzen, und eine echte Qualitätskontrolle ausüben. Audio-visuelle Aufzeichnungen von Einvernahmen und Gerichtsverhandlungen schaffen Öffentlichkeit und dienen demselben Ziel.

Mit freundlichem Gruß
Gerhard ULRICH
im Tröttli 30 | CH-8468 Guntalingen | info[ät]trial-watch.com

Hilfe für Brandopfer in Keltern-Weiler

Zwei Tage nach dem Höllenfeuer von Weiler: Familie hat alles verloren – Schadenhöhe über 700.000 Euro

Keine Verletzten auf Seiten der Hilfskräfte und Bewohner

2020-01-03

Zwei Tage nach dem Brand: In Wohnhaus, Scheune und Auto liegt Totalschaden vor. Keine Verletzten ? Foto: Heiderose Manthey

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Keltern-Weiler. Man kann von einem großen Glück im großen Unglück sprechen, wenn man die Bilanz auf Seiten der Opfer und Helfer betrachtet. MIt einem beherzten Einsatz von Feuerwehren aus sieben Orten gelang es den Einsatzkräften das Feuer so unter Kontrolle zu bringen, dass die Nachbarhäuser nicht gefährdet wurden.

Patrick Wurster und seine Leute verhinderten noch größeren Schaden

Keine Verletzungen auf Seiten der Feuerwehr, die mit 13 Fahrzeugen im Einsatz war, dies meldete Patrick Wurster, Abteilungskommandant der Feuerwehr Keltern-Weiler. Der in der Schreckensnacht selbst im Einsatz gewesene Feuerwehrmann Wurster bestätigte, dass alle Feuerwehrleute, auch die mit Atemschutzmasken auf den Drehleitern über den Dächern agierenden, in der Neujahrsnacht gesund von ihrem Einsatz zurück kamen –  und das trotz Glatteisbildung auf der Straße, auf der bis zu 106 Feuerwehrleute hochkonzentriert und mutig gegen die Feuersbrunst ankämpften.

Die von der Zerstörung ihres Hauses betroffene Familie ist in Keltern-Niebelsbach untergebracht. Die Hilfsaktionen sind voll im Gange. Erreicht werden können einige Hilfskräfte zur Linderung der schlimmsten Not der Familie, die ihr Zuhause und fast alles in den Flammen verloren hat, auch über die Facebook-Gruppe „Dorfkind Keltern“. Einige Helfer können dort angesprochen werden.

Bildstrecke

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Die Brunnenstraße ist auf Höhe des Anwesens noch gesperrt. Laut Wurster wird die Einsatzstelle von der Polizei die Straße wieder frei geben, doch zunächst müsse noch die Versicherung und die Bausicherung ihre Gutachten zu dem Brand abgeben.

Sach- und Geldspenden

Auf der Webseite der Gemeinde Keltern www.keltern.de wird bekannt gegeben: „Für Sachspenden sowie allen weiteren Fragen zur Hilfsaktion „Brandopfer“ wenden Sie sich bitte an Herrn Riegsinger vom Hauptamt. Telefon: 0 72 36 / 703 27 oder Hauptamt[ät]Keltern.de.“ Dort ist auch das Spendenkonto angegeben.

Jahrhundertbrand in Keltern-Weiler ?

Hilfskräfte immer noch im Einsatz: Bürgermeister Steffen Bochinger besucht den Brandherd

Feuerwehr Remchingen und Eisingen wurden zusätzlich angefordert

2020-01-01 05:00 Uhr

Bürgermeister Steffen Bochinger (links) besucht den Brandort. Es ist 05:10 Uhr in der Früh. Bochinger bespricht sich mit den Einsatzleuten der Brandstellenleitung vor Ort. Foto: Heiderose Manthey.

Keltern-Weiler. Es dürfte wohl einer der größten Brände in der Geschichte von Weiler gewesen sein, der in der Neujahrsnacht den idyllischen, in Nordbaden liegenden Ort der Gemeinde Keltern heimsuchte und die Umstehenden bei klirrender Kälte in Atem hielt.

Dreieinhalb Stunden nach der ersten Sichtung des Feuers (ARCHEVIVA berichtete) waren immer noch fünf Einsatzwagen vor Ort und löschten.  Das Feuer war vermutlich ungewollt in der Silvesternacht entstanden. Wann die Flammen tatsächlich ausgebrochen waren, ist bislang nicht geklärt. Jedenfalls hat sich das Feuer aus eigener Kraft sehr heftig und unkontrolliert ausgebreitet. Die Scheune und der Schopf brannten lichterloh. Die Flammen griffen auf das Wohnhaus zunächst im Dachstuhl über. Noch war man der Meinung, das Wohnhaus retten zu können.

Der Notruf ist nach Angaben eines Feuerwehrmannes in der Leitstelle eingegangen. Kommandant Joachim Straub war der Einsatzleiter vor Ort. Straub, mit Dienstgrad Hauptbrandmeister, ist laut Angaben seit 1989 Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Keltern.

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Nach erster Sichtung, so ein Feuerwehrmann, wurde die Alarmstufe erhöht, zum einen, weil es sich um einen Einsatz im alten Ortskern von Weiler handelte mit dicht aneinander stehenden Häuserfronten und zum zweiten wegen des sich rasch ausbreitenden Feuers. Zu den bereits hinzugezogenen Feuerwehren Keltern, Birkenfeld, Neuenbürg und Pforzheim kamen jetzt noch die Einsatzwagen von Remchingen und Eisingen mit ihren Einsatzkräften hinzu, um gemeinsam dem Brand vor Ort Herr werden zu können.

Vom stellenvertretenden Kreisbrandmeister aus dem Landratsamt Enzkreis wurden Polizei und Rettungsdienst angefordert. Ob Menschen verletzt wurden, konnte bislang vor Ort nicht ausgemacht werden.

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Nach jetzigen Aussagen ist das Wohnhaus nicht mehr zu retten gewesen. Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken fuhren immer wieder mit der Drehleiter von oben auf die qualmenden Brandstellen der Dächer heran. Sie versuchten die restlichen Flammen unter Kontrolle zu bringen. Der Verbrennungsvorgang selbst könne noch Stunden dauern, so ein Feuerwehrmann, der an der Pumpstation das Flusswasser für den Einsatz der Drehleiter aus der am Brandort direkt vorbeifließenden Pfinz hochpumpte. Die ganze Größe des Schadfeuers kann noch nicht abgeschätzt werden. Ein solcher Einsatz käme Gott sei Dank sehr selten vor, so ein Feuerwehrmann. Die Einsatzkräfte mit den Atemschutzmasken müssen immer wieder ausgewechselt werden.

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In den nächsten Stunden wird der Bezirk noch abgesperrt sein wegen anhaltender Glut und Funkenflug. Auch drohen jetzt die teilweise noch glimmenden oder bereits verkohlten Balken herabzustürzen. Eine genaue Brandursachenermittlung wird den Brandherd zu ermitteln versuchen. Je größer und heftiger der Brand, desto schwieriger wird es auch werden, den Brandherd zu ermitteln.  

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Damit das Zusammenspiel der Feuerwehren aus dem westlichen Enzkreis gut vonstatten gehen kann, werden laut Aussagen eines Feuerwehrmannes Gemeinde übergreifende Übungen vorgenommen, denn das Bekämpfen und Verhüten von Bränden, d.h. aktiven Brandschutz zu leisten, ist vor allem die Aufgabe der kommunalen Feuerwehren.

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Es wird eine lange Nacht werden, deren Arbeit noch bis tief in den Vormittag hingehen wird.

Neujahrsnacht in Keltern-Weiler: Wohnhaus und Scheune stehen in Flammen

Kelterner Feuerwehr ruft Einsatzfahrzeuge von Birkenfeld, Neuenbürg und Pforzheim zu Hilfe

Bewohner der Nachbarhäuser retteten sich auf die Straße

2020-01-01 01:30 Uhr

Wohnhaus- und Scheunenbrand in der Neujahrsnacht in Keltern-Weiler. Aufgeschreckte Dorfbewohner laufen zusammen. Brandursache ist ungeklärt. Foto: Heiderose Manthey.

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Keltern-Weiler. In der Neujahrsnacht gegen 01:30 wurde eine Feuersbrunst im Nachthimmel zwischen den Häusern von Weiler wahrgenommen. Am Brandort in der Brunnenstraße 6 in Keltern-Weiler hatte ein Schopf und eine Scheune Feuer gefangen. Die beiden neben stehenden Wohnhäuser mussten evakuiert werden, Autos weggeschoben und die Straße für die Feuerwehren frei gemacht werden.

Kurze Zeit später trafen die ersten Feuerwehrleute mit großen Einsatzfahrzeugen ein. Nach Angaben eines Feuerwehrmannes waren die Feuerwehren von Keltern, Birkenfeld, Neuenbürg und Pforzheim vor Ort. Der Löschzugführer dirigierte seine Einsatzlräfte, alle rollten ihre Schläuche aus und begannen sofort mit der Löscharbeit. Die Polizei traf ein.

Feuer griff auf den Dachstuhl des Wohnhauses über

Mit vereinten Kräften konnten die beiden Wohnhäuser gerettet werden, wobei das eine Wohnhaus Brunnenstraße 6 bereits im Dachstuhl Feuer gefangen hatte. Mit dem Teleskopschwenkarm konnte der Brand im Dachstuhl des Wohnhauses eingedämmt werden.

Der Schopf ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt, die Scheune ausgebrannt.

Bildstrecke

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Insgesamt lief die Löschaktion ruhig und konzentriert ab.