Ein antiquiertes System: Der Verdienst an Trennungs- und Scheidungskindern und an deren Familien

Wenn die Wunden unserer Vorfahren in unseren eigenen Familien aufplatzen

Lindern die kommenden neuen Gesetzentwürfe im Deutschen Bundestag das Leid der Familien nach Trennung und Scheidung ?

2019-09-12

Den Kommentar zu den Anträgen im Deutschen Bundestag spricht Heiderose Manthey, Leiterin der ARCHE.

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Keltern-Weiler. In den letzten 30 Jahren haben vor allem von ihren Kindern entfremdete Väter um die Wiederherstellung der Beziehung zu ihren Kindern hart gekämpft. Manche aussichtslos. Einige haben ihre Kinder nach der Trennung nicht mehr sehen können, weil die Väter selbst verstorben sind. Manch ein Kind ging in den Tod, ohne dass der Vater etwas dagegen hätte tun können oder sein Kind noch einmal hätte sehen können.

Die Fußfesseln, Handschellen und Maulkörbe, die die Regierung von Deutschland im verlängerten Arm durch die Justiz und durch deren Handlanger den betroffenen Trennungsvätern und -müttern anlegte, brachte die Verurteilten bei Auflehnen oder Zuwiderhandeln gegen die Beschlüsse und Urteile bis ins Gefängnis.

Lindern die kommenden neuen Gesetzentwürfe im Deutschen Bundestag das Leid der Familien nach Trennung und Scheidung ?

Seit einigen Monaten sind die Forderungen der Trennungsväter und -mütter nun auch in Berlin angekommen. Das Recht der Kinder auf beide Eltern wurde auf Elternprotest (Petitionen) im Europäischen Parlament bestätigt. Eine europäische Kommission besuchte Berlin zweimal, um der deutschen Regierung ihr innerdeutsches Problem offenzulegen. Deutschland wurde in diesem Kontext auch mehrfach vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) verurteilt.

Heiderose Manthey, Leiterin der ARCHE, Pädagogin und Freie Journalistin, kommentiert.

Viele Rückschläge mussten die Vorkämpfer und Protagonisten im Kampf um ihre Kinder über Jahre einstecken. Es gab Mutige, die teilweise über 100 (kafkaeske) Prozesse führten, manche über 20 Jahre die schaurigsten und widerlichsten Lügenprozesse mit abstrusen Ergebnissen über sich ergehen lassen mussten, ohne das geringste Anzeichen dem sich gegenseitig unterstützenden Justizsumpf entkommen zu können. Dies alles aushalten zu können, braucht Kraft, das zerrt an den Nerven. Das zermürbt, das kostet nicht nur ein Menschenleben, nein, ein solches Leben ist eine einzige Qual.

Eltern, die ihre Kinder lieben, sind zu fast allem fähig. Auch dazu, diese von Deutschland ausgehende Folter so lange zu erdulden, bis sie zumindest wieder einen (kleinen) Zugang zu ihren Kindern erlangen können. Manche Bindungen sind nach einer Trennung allerdings total zerstört. Es gibt kein „Aufeinander zu“ mehr.

Ein gesundes Leben der Kinder hängt nach Trennung und Scheidung davon ab, wie gut der Bezug zu beiden Elternteilen ist. Dass ein Bindungsabriss traumatische Folgen nach sich führt und daher transgenerationell wirkt, ist schon lange kein gut gehütetes Geheimnis politischer Machthaber mehr. Kinderraub wurde in Kriegszeiten schon immer eingesetzt, um den Gegner an einem ganz entscheidenden Punkt zu schwächen und schlussendlich zu brechen !

Seit einigen Jahrzehnten ist die Forderung der Trennungseltern ‚“Allen Kindern beide Eltern“ weltweit aktiv, um politisch zu erwirken, dass allen Kindern nach Trennung und Scheidung beide Elternteile, die Geschwister, Großeltern, Onkel und Tanten, d.h. die Familien väterlicher- und mütterlicherseits erhalten bleiben.

Vereine, Verbände, Netzwerke entstanden, die international agieren. Weltweit wurden mehr und mehr Experten und Journalisten von Betroffenen ausfindig gemacht, die die Folgen der Bindungsverluste wissenschaftlich attestierten und veröffentlichten. Kinderraub [nicht nur] in Deutschland – Eltern-Kind-Entfremdung – Parental Alienation Syndrome, kurz kid – eke – pas, ist vor allem ein gesellschaftliches Phänomen. Ein Menschenrechtsverbrechen, das bei Kindern zu massiven gesundheitlichen Schäden führt, forciert vom Staat, ausgeführt von einer arroganten Justiz, von der gesamten Gesellschaft nicht nur geduldet, sondern unterstützt und zum Schaden der Betroffenen und für den eigenen Vorteil schöngeredet: Durch Kinderraub zerstörte Betroffene dienen einer perfiden Gesellschaft als Fußabtreter ihres eigenen Schmutzes. Sie werden bis auf den letzten Cent ausgenommen. Betroffene müssen ein mehrfach unwürdiges Leben führen. Manche halten ein solches Leben einfach nicht mehr aus.

Europaweit gab es große Unterschiede in der Geschwindigkeit, die Unzulänglichkeit eines Residenzmodells, also das Verbleiben des Kindes nach der Trennung bei nur einem Elternteil, zu erkennen und andere Modelle, die den Kindern den Zugang zu beiden Elternteilen frei halten, politisch durchzusetzen.

Deutschland dürfte das Land sein, das dem Anspruch der Kinder auf beide Eltern am meisten hinterher hinkt und es bis heute billigend in Kauf nimmt, die eigenen Landeskinder massiv durch den Verlust der nächsten Familienangehörigen zu schädigen – und das über Generationen !

Am 13. März 2018 reichen die Abgeordneten Katrin Helling-Plahr u.a. und die Fraktion der FDP die Drucksache 19/1175 im Deutschen Bundestag, 19. Wahlperiode, ein. Der Antrag lautet Getrennt leben ‒ Gemeinsam erziehen: Familienrechtliches Wechselmodell als Regelfall einführen.

Die Debatte im Parlament beginnt. Jede Fraktion hat ihre eigenen Vorstellungen von einer Lösung, von einem Modell, das sie politisch durchsetzen will.

Auffallend war in der Anhörung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz am Mittwoch, 13. Februar 2019, 15.00 Uhr zum Thema „Wechselmodell“ bei den geladenen Experten deren Lastigkeit zugunsten der dort vertretenen an kid – eke – pas verdienenden Professionen aus Justiz und Psychologie, ist doch das Geschäft mit den Kindern zu einem Milliardengeschäft avanciert. Wer von den Experten und Abgeordneten, auch die im Europäischen Parlament vertretenen Juristen, will schon den (Verdienst-) Ast, auf dem er selbst sitzt, absägen ? 

Am 20. März 2019 reichen die Abgeordneten Katja Keul u.a. und die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Drucksache 19/8568 an den Deutschen Bundestag, 19. Wahlperiode, ein. Ihr Antrag lautet Fortbildung von Richterinnen und Richtern sowie Qualitätssicherung im familiengerichtlichen Verfahren.

Definitiv steht nun nach all den Jahren der Aufklärung und des Kampfes um den Beziehungserhalt zu den Kindern fest, dass die Abgeordneten des Deutschen Bundestages erkannt haben, dass etwas „schief“ läuft.

Die Trennungs- und Scheidungsangelegenheiten wollen sie jedoch in ihren eigenen Reihen halten – ohne sich mit zu entwickeln ! Und das ist fatal. Von oben herab reden sie über die „Fälle“.

Die Politiker unseres Landes, sind ebenso wie die Juristen, die Mitarbeiter des Jugendamtes, die Gutachter, die Heime und deren Betreiber, die Pflegefamilien etc. Teil des gegenwärtigen Systems !

Was China und Brasilien schon lange erkannt hat, fehlt in unseren Reihen komplett !

Kaputte Systeme können nicht durch kaputte Experten geheilt werden ! Da müssen andere Werkzeuge ran. Und jeder betroffene Elternteil täte gut daran, sich selbst zu heilen, wenn der Schmerz auch noch so groß ist und einem das HERZ jahrelang zu zerreißen droht.

Auf heilende Hilfe braucht in Deutschland noch niemand zu hoffen. Denn die Politiker lagern die „Heilung der Familien“ an andere tief im Herzen Verwundete aus.

ARCHE unterstützt mit diesem Artikel die Regierung von Brasilien, die ihre Richter schon seit zwei Jahren in Familienaufstellungen ausbilden lässt.

Eine wesentlich schnellere Methode, an die Problemherde der verwundeten Familien und ihrer Angehörigen zu gelangen, ist die FREE Freie Energiearbeit, die ebenso wie das Familienstellen aus dem Resonanzfeld gespeist wird. Dadurch, dass aber kein eingelernter Aufstellungsleiter die detaillierten Anweisungen des Familienstellens befolgen muss, wird der Weg zur Lösungsfindung des Problems entscheidend abgekürzt.

Unser Bewusstsein wird geschult und wir dürfen erkennen, wo die Wunden in uns selbst vorhanden sind – und wir können so den Weg zur Heilung durch Erkenntnis gehen.

Auch Politiker, Richter, Staatsanwälte, Gutachter, Jugendamtsmitarbeiter etc. müssten den Weg der Selbstheilung beschreiten, bevor sie sich anmaßen, über andere entscheiden oder gar urteilen zu können oder sie gar von ihren Kindern zu trennen.