Schon als Kind wurde ich seine Therapeutin und hörte Dinge, die ein Kind wohl besser niemals hört …

Zum Internationalen Tag der Eltern-Kind-Entfremdung „PAS“

Den emotionellen Missbrauch bei kid – eke – pas verstehen lernen: Vater zerstört die Beziehung zwischen Tochter und Mutter

2021-08-29

Ein erwachsenes kid – eke – pas – Kind spricht. Internationaler Tag der Eltern-Kind-Entfremdung „PAS“ 25. April. Foto: Youtube.

 

Washington D.C. Sehens- und lesenswerter Betroffenenbericht „einer vom P.A.S. – Parental Alienation Syndrome (Elternentfremdungs-Syndrom) betroffenen und zwischenzeitlich erwachsenen Frau.

Sie schildert den psychischen Missbrauch, der ihr durch den alleinerziehenden Vater angetan wurde und der dafür sorgte, dass die Bindung z…wischen ihr und ihrer Mutter zerstört wurde. Die Gefahr eines solchen Missbrauchs ist besonders hoch, wo ein Elternteil die juristische Alleinsorge von vornherein zugesprochen bekommt, ohne dass die “tatsächlichen Umstände des Einzelfalles” adäquat berücksichtigt werden.“


Videoaufzeichnung vom 25.04.2015, aufge
zeichnet vor dem Kapitol in Washington, Originalansprache in Englisch, Untertitel in Deutsch, Stand von Fathers for Justice

 

Betroffenenbericht von einer Frau, die als Kind zum Opfer wurde, Opfer psychischer Kindeswohlgefährdung. Diesen psychischen Kindesmissbrauch nennt man Elternentfremdung (PAS).

 

Hallo, ich möchte Euch allen dafür danken, dass Ihr hier raus gekommen seid.

Es gibt eine Vielzahl von Formen der Entfremdung. Meine begann zu Hause, ich habe etwas aufgeschrieben, um das überhaupt im Nachhinein erklären zu können:


Am Anfang meiner Kindheit erwartete ich Liebe, Freude und Geborgenheit. Aber es kam das Gegenteil. Ich kann mich erinnern an Angst, Verunsicherung und Hass. Mein Vater machte mich täglich zum Ziel seiner Manipulationen. Schnell gab ich meine Unabhängigkeit auf, um seine Meinung zu adaptieren. Meine Mutter war häufig abwesend, um finanziell für uns zu sorgen.

Vater nutzte diese Abwesenheit aus, um bei uns gegen die Mutter zu schüren. Meine Bindung zur Mutter war distanziert, weil man mir sagte, sie sei Prostituierte, Drogensüchtige und habe mich niemals gewollt.

Diese Worte stachen in mein Herz, waren permanent in meinem Kopf.

Der Zeitpunkt kam, als die Ehe meiner Eltern scheiterte und meine Mutter die Familie verließ.

Während dieser Zeit sah ich, wie der starke Vater niederging, weinte und Tränen seine Wangen hinabkullerten.

Also hob ich diesen verwundeten Mann auf in meine Arme, um ihn zu trösten und schützen.

Immer wollte ich machen, dass es ihm gutging.

Die Wut stieg in mir auf, wenn ich ihn sagen hörte: „Warum hat Eure Mama uns verlassen ?“, oder „Wenn Mama Euch zum Umgang abholt, dann bringt sie Euch nicht zurück. Dann bringe ich mich um!“ Das so Geschilderte wurde zum Alltag zu Hause. Schnell begann ich mich verantwortlich zu fühlen und seinen Erwartungen zu entsprechen. Ich war nun der neue Verantwortungsträger in unserer Familie. „Er braucht mich“, dachte ich. Ich fing an meine Mutter zu hassen, ohne je zu verstehen, dass ich einer Gehirnwäsche unterzogen worden war.

Ich fühlte mich verloren, verwirrt und zerrissen, fühlte mich erwünscht und unerwünscht zugleich.

Ich wurde seine Therapeutin und hörte Dinge, die ein Kind wohl besser niemals hört. Mein Kopf war voller Gedanken. Ich war alt genug, um mich auch an all derlei Missbräuche zu erinnern, die schon vor der Trennung stattgefunden hatten.

Danach nutzte er mich aus, um Informationen über die Mutter zu erhalten, Notizen zu stehlen, und Telefonate der Mutter zu belauschen.

Auch bat er mich darum zu assistieren, wenn er ohne Kenntnis der Mutter Telefonate aufzeichnete. Die Situation war nicht normal. ER war nicht normal. Ich sah das alles und doch entschied ich mich für ihn. Ich wurde EINS mit seinen Gedanken, EINS mit seinen Gefühlen, solange bis ICH dachte, was ER dachte.

Eines Tages war ich gezwungen bei meiner Mutter zu leben und ich war darauf programmiert, ihr Leben zu zerstören – koste es, was es wolle.

Ich erhob meine Hände gegen die Wut in ihrem Gesicht und Körper. Wie paralysiert von meinem Plan ihre Stringenz und Autorität zu brechen. Eines Tages hatten wir keine gemeinsame Grundlage mehr. Alleine der Gedanke an sie brachte mich derart in Rage, dass ich Dinge zerstören wollte und zerstörte.
Ich dachte an Selbstmord wegen meiner inneren Verwirrung, Hin- und Hergerissenheit. Ich war wütend auf meine Mutter, weil sie mich nicht vor meinem eigenen Jähzorn schützte. Die Repressionen des Mädchens entsprangen der Sehnsucht danach, eine Mutter zu haben. Ich wollte Zeit mit ihr verbringen und mit ihr lachen. Ich wollte meine Geheimnisse mit ihr teilen und doch nur Rat von ihr erhalten. Aber das war nicht möglich. Stets drückte ich sie weg im festen Glauben, sie niemals mehr in mein Herz zurücklassen zu dürfen.

Nach Jahren des Schweigens und des Reifens kamen Zweifel an den Darstellungen, mit denen ich in meiner Kindheit konfrontiert worden war. Ich versuchte nach Möglichkeiten, mit diesem Schmerz tief in meinem Inneren umzugehen. Denn es gab auch die Bilder in meinem Herzen, in denen meine Mutter mich liebevoll im Arm hält. Ich suchte die Wahrheit, die als einzige die Dunkelheit in meiner Seele würde erhellen können. Also stieg ich mit meinen eigenen Kindern ins Auto und fuhr mit ihnen hin zu meiner Mutter. Ich wusste nicht, wie ich ihr entgegentreten sollte nach all dem Schmerz, den ich ihr bereitet hatte. Der Gedanke an Umkehren kam mir in den Sinn, als ich Kilometer für Kilometer hinter mir ließ.

Ich fasste all meine Mut zusammen, um die Fahrt fortzusetzen bis zur Haustüre meiner Mutter.

Als ich an ihrer Türe klopfte, öffnete sie mit einem warmherzigen Lächeln und wir sprachen darüber, was sich zwischenzeitlich in unseren Leben Neues ereignet hatte. Ich fühlte mich ängstlich aber auch glücklich und auf angenehme Art auch geliebt. Wir sprachen über die Lügen und Märchen, die die Bindung zwischen uns zerstört hatten.

Die Frau, die ich so sehr gehasst hatte, hatte so NIEMALS existiert. Sie war in Wahrheit stark, passioniert und einfühlsam. Und ich musste feststellen, dass ich jahrelang geblendet und getäuscht worden war und dass ER mir die Frau weggenommen hatte, die ich all die Zeit so sehr vermisst hatte.

Ich freue mich darauf, wieder ihre Stimme zu hören und das Lachen der Kinder, während wir gemeinsam Kaffee trinken. Sie wurde zu meiner besten Freundin und sie wird für immer meine Heldin sein.

Ich habe all diese Torturen ertragen und ich habe an ihrer Kompensation gearbeitet.

Ich teile meine Geschichte überall im Land und bringe damit hoffentlich Hoffnung für andere.

Ich möchte Aufmerksamkeit für diese Form des MISSBRAUCHS erregen. Mein Wunsch ist, anderen Kindern mitzuteilen, dass sie damit nicht alleine sind, dass sie Schuldgefühle und den Missbrauch überwinden können, die ihnen angetan wurden. Sie sollen wissen, dass sei „Überlebende“ werden können und nicht länger „Opfer“ bleiben müssen.

Es gibt eine ganze Reihe Menschen, denen ich gerne danken will. Insbesondere aber meiner Schwester, die mir einen Ort gezeigt hat, an dem ich anderen Menschen helfen kann. Sie ist meine Schwester, meine Freundin und sie hat mir auf dieser Reise geholfen, einer Vielzahl von anderen Menschen zu helfen.

Ich bin hier und unterstütze damit Elternteile, die zum Ziel solcher Attacken geworden sind. Und das ist großartig. Aber die wahren Opfer … das sind die Kinder. Denn, nachdem sie den Weg zu Euch zurückgefunden haben, ist für Euch das Happy End schon da. Die Kinder tragen aber noch weiter daran. Sie müssen mit den Schuldgefühlen darüber weiterleben, was sie Euch angetan haben.

Ich habe meine Mutter geschlagen, … und zu ihr die grausamsten Dinge gesagt, … die ein Kind seiner Mutter sagen kann. Es war falsch, aber ich wusste es nicht besser. Aber mit dieser Schuld muss ich nun leben.
Ich möchte, dass jeder von Euch weiß:

Tief in ihrem Inneren mögen Eure Kinder unterdrückt sein und hasserfüllte Dinge zu Euch sagen. Aber sie lieben Euch. Sie wollen Euch kennen. Gebt Eure Kinder niemals auf, denn: Sie brauchen ihre Eltern ! Kinder brauchen ihre BEIDEN Elternteile ! Ich durchlaufe es gerade, dieses Syndrome.

Ich spüre, dass es ELTERNENTFREMDUNG gibt.

Die Scheidungsrate ist so hoch in den USA und viele Familien haben mehr als ein Kind. Das heißt, die Zahl der Kinder, die das durchläuft, ist sogar dreimal so hoch. Sie sind gefangen und werden zerrissen in dieser Situation und als Faustpfand missbraucht. Und es ist nicht richtig wegen dieses Hasses nur eines Elternteils, den anderen Elternteil zu verschmähen. Solche Elternteile sind egoistisch und destruktiv.

Ich bin dankbar, dass ich heute hier sein kann. Dankbar, dass Ihr alle nach [Washington] D.C. gekommen seid, ich danke Larry und Antonia und den anderen, die es uns mit diesem Event möglich machten, dass wir uns alle hier getroffen haben. Ich liebe Euch alle und die, die mich brauchen, ich bin da, Toni ist da, und wir machen eine wöchentliche Info. Das ist es, was wir wollen: Es ist Zeit, unsere Kinder zurück nach Hause zu holen und ihnen die Hilfe zuteil werden lassen, die sie brauchen.

Erstveröffentlichung

Eine von kid – eke – pas betroffene Frau schildert den gewaltigen Schmerz von ihrer Mutter als Kind getrennt worden zu sein