Familienrechtliches Wechselmodell vor dem Deutschen Bundestag

Antrag der FDP – Wechselmodell als Regelfall in ganzer Länge auf KGPG (Kindeswohlgefährdung per Gesetz)

Weitere Vorträge von AfD, CDU/CSU, B90/GRÜNE, SPD und LINKE

2018-03-17

Katrin Helling-Plahr, FDP, auf dem Vormarsch zu einer neuen Sichtweise auf die Stellung der Trennungs- und Scheidungskinder in Deutschland und auf deren Leid. Foto © Heiderose Manthey.

Katrin Helling-Plahr, FDP, auf dem Vormarsch zu einer neuen Sichtweise auf die Stellung der Trennungs- und Scheidungskinder in Deutschland und auf deren Leid. Foto © Heiderose Manthey.

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Berlin/Weiler. Bobby Vander Pan (KGPG) und Heiderose Manthey, Leiterin der ARCHE,  waren als Freie Journalisten und Freie Fotografen für ARCHEVIVA, im Deutschen Bundestag, um den Antrag der FDP und die Beiträge der Fraktionen von AfD, CDU/CSU, B90/GRÜNE, SPD und LINKE live zu erleben.

Vor einem sehr spärlich besetzten Haus schritt Katrin Helling-Plahr, Rechtsanwältin & Fachanwältin für Medizinrecht, siegessicher mit dem Antrag der FDP „Wechselmodell als Regelfall“ ans Mikrophon und begann aus Sicht der Kinder die Situation zwischen Vater und Mutter zu beschreiben, wenn nicht gut geregelt worden ist, was die Kinder nach Trennung und Scheidung zu zerreißen droht.

Die Sprecher.

Die Sprecher von CDU/CSU und SPD. Foto © Heiderose Manthey.

Sie stellt für die FPD den Antrag das Wechselmodell als Regelfall einzuführen. Die FDP will einen Paradigmenwechsel.

Riesigen und wortgewaltigen, wenn auch nicht inhaltlich überlegenen Gegenwind bekam sie fast von allen anderen Fraktionen, die sich für das derzeitige Residenzmodell, eventuell noch für eine bessere Ausbildung der an Trennung und Scheidung verdienenden Professionen aussprachen.

Ausgerechnet, aber auch einzig die AfD-Sprecherin gab Katrin Helling-Plahr die „Hand“, indem sie äußerte, dass sowohl die Standardisierung des Wechsel- als auch die jetzige angewandte Regelung des Residenzmodells eine Art Zwangsveranstaltung für die Kinder nach Trennung und Scheidung wäre. Beides sah sie nicht als die beste Lösung an.

Bei allen Vorträgen war als Fazit erkennbar: Es besteht noch viel Aufklärungsarbeit, was das Erfassen des wirklichen Elends der Kinder in einem Trennungs- und Scheidungsverfahren in Deutschland anbelangt, das durch den Staat (Justiz, Gutachterwesen, Jugendamt etc.) oder auch durch andere Hilfs-Organisationen gelenkt und dadurch sehr oft obendrein noch verschlimmert wird.

Wir stehen erst am Anfang, überhaupt verstehen zu können, was in den Herzen von Kindern vor sich geht, die ausgerechnet von den Menschen getrennt werden, die sie auf die Erde gebeten hatten.

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Hier geht es zum Film in der Gesamtlänge auf KGPG.